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„Frauen können Geld“ Vortrag von Finanzexpertin (herMoney) Birgit Wetjen

am Donnerstag, 19. September 2019, um 19 Uhr im Schillers Pub, Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken

Frauen heute sind emanzipiert und gut ausgebildet, aber Geld? Interessiert sie nicht! Die Mehrzahl der Frauen, insbesondere der jungen Frauen, überlässt die Finanzen dem Partner. Ein Fehler. Geringere Einkommen (Gender Pay Gap), gebrochene Erwerbsbiografien nach Familiengründung sowie mangelnde und/oder falsche private Altersvorsorge: Das Risiko der Altersarmut, so Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ist bei Frauen besonders hoch. 
Trotzdem begeistern sich nur wenige Frauen für Themen wie Geld, ETFs und Vorsorge. Dabei führt nur der gezielte und selbstbewusste Umgang mit dem eigenen Geld auch langfristig zu finanzieller Eigenständigkeit.

Die Kölner Finanzexpertin Birgit Wetjen führt in ihrem kurzweiligen Vortrag aus, wie wichtig es ist und wie einfach es sein kann, sich aktiv um das eigene Geld zu kümmern. Und wenn der Rubel erst rollt, kommt die Begeisterung von ganz allein.
Die Diplom-Volkswirtin arbeitet als Journalistin, Autorin, Moderatorin und Coach und leitet seit 2017 die Redaktion des unabhängigen Frauenfinanzportals herMoney.de. 

Der Eintritt ist frei.

Regierung unterstützt Genderforschung

Berlin: (hib/ROL) Die Bundesregierung misst der Gender- und Geschlechterforschung eine große Bedeutung bei. Sie legt großen Wert auf die Einhaltung von Genderstandards in der von ihr geförderten oder beauftragten Forschung. Die Ergebnisse dieser Forschung werden der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und diese zum offenen Diskurs eingeladen. Das bedeutet, dass auch Forschungsfragen systematisch geschlechtsdifferenziert zu betrachten sind. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/11752) auf die Kleine Anfrage von Bündnis90/ Die Grünen (19/11023).

Die Gender- und Geschlechterforschung liefere grundlegende Erkenntnisse, wie geschlechterbezogene Verzerrungseffekte bei der Konzipierung und Durchführung sowie der Überprüfung von Forschungsarbeiten erkannt und vermieden werden. Durch die konsequente Anwendung des Gender Mainstreaming-Ansatzes sei es möglich, den wissenschaftlichen Standards entsprechend geschlechterspezifische Erkenntnisse zu erhalten. Möglicherweise darauf Bezug nehmende oder darauf aufbauende politische Maßnahmen könnten so erforderlichenfalls geschlechtersensibel ausgestaltet werden. 

Zudem betont die Bundesregierung, dass die von ihr eingesetzte Sachverständigenkommission zur Erarbeitung der Gleichstellungsberichte einmal pro Legislaturperiode dem Parlament vorzulegen sind und aufzeigen, in welchen Feldern die Experten gesellschaftspolitische Fortschritte zur Verwirklichung der Chancengerechtigkeit für Frauen für wichtig erachten. Auch werde die Bedeutung der Gender- beziehungsweise Geschlechterforschung auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode abgebildet. Gender Mainstreaming sei zudem in § 2 "Gleichstellung von Frauen und Männern" der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) verankert, so dass die Gleichstellung als durchgängiges Leitprinzip bei allen politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen der Bundesministerien in ihren Bereichen gefördert werde.

Die Bundesregierung nennt mehrere gezielte Projektförderungen der Gender- beziehungsweise Geschlechterforschung, die auf Bundesebene im Förderbereich "Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft und Forschung" des BMBF erfolgen. Dazu gehören unter anderem die Förderrichtlinie "Frauen an die Spitze" mit circa 120 Projekten, einer Laufzeit von 2007 bis 2015 und einem Gesamtmittelvolumen von rund 37,2 Millionen Euro. Die Projekte waren auf strukturelle Veränderungen ausgelegt, um die Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem und in der Wirtschaft zu steigern. 

Mit der "Erfolg mit MINT - Neue Chancen für Frauen" sollen mehr Frauen für zukunftsträchtige MINT-Berufe gewonnen werden. Dabei gehe es um 55 Vorhaben mit einem Gesamtmittelvolumen rund 22 Millionen Euro. Im Rahmen des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder sind für Professuren seit 2017 rund 945.000 Euro aufgewendet worden. Das Professorinnenprogramm habe erhebliche Impulse für die Chancengerechtigkeit von Frauen im Wissenschaftssystem und für die gendersensible Fachforschung in unterschiedlichen Disziplinen gegeben, was entsprechende Evaluationen nachgewiesen hätten.

 

Quelle: Deutscher Bundestag

Inspirierende und ermutigende Impulsvorträge vor über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Symposion „Frauen.Wissenschaft.Digitalisierung. – Perspektive Gender“

Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 14. Februar 2019 in die Aula der Universität des Saarlandes, um beim Symposion des Gleichstellungsbüros zum Thema Frauen und Digitalisierung Denkanstöße für die Zukunft zu erhalten und das Thema unter unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren. Der Vormittag war nach der Begrüßung durch den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, den Universitätspräsidenten Prof. Manfred Schmitt und die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Sybille Jung gefüllt mit inspirierenden Impulsvorträgen von Prof. Jana Koehler, Prof. Julia Knopf, Prof. Sissi Closs, Prof. Verena Wolf und Gabriele Helmer. Neben Einblicken in die vielfältigen Bereiche der Forschung vermittelten die Rednerinnen ihre zum Teil sehr persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse zu den Chancen und Risiken der digitalen Entwicklungen. Im Anschluss überreichte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger die Zertifikate an die Teilnehmerinnen des 3. Exzellenzprogramms für Wissenschaftlerinnen. Im „World Café“ am Nachmittag wurden dann einzelne Aspekte aus den Vorträgen in Kleingruppen vertiefend diskutiert.

Der Saarländische Rundfunk sendete zwei Beiträge zum Symposion:

Hier finden Sie den Flyer mit dem detaillierten Veranstaltungsprogramm.

Symposion zur Digitalisierung in der Wissenschafts- und Arbeitswelt aus der Genderperspektive

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes zur Veranstaltung:

Die Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit haben Schnittstellen, die ein Symposion am 14. Februar  mit dem Titel  „Frauen. Wissenschaft. Digitalisierung – Perspektive Gender“ in der Aula der Universität beleuchten wird. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt ebenso grundlegend wie die Wissenschaft und hat Auswirkungen auf Hochschulen und Forschungsinstitute. Wirtschaftsunternehmen sehen darin vielfältige Chancen, nicht nur vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und Quotenauflagen. Aber was bedeutet dies für Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und weibliche Führungskräfte? Wird die Arbeitswelt durch Digitalisierung zukunftsfähiger, familienfreundlicher und chancengerechter?

Mit diesen Fragestellungen laden die Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes, Sybille Jung, und Universitätspräsident Manfred Schmitt gemeinsam zu einem ganztägigen Symposion ein. Sie wollen dort auch diskutieren, ob es an Hochschulen, Forschungsinstituten und in Unternehmen eines Kulturwandels bedarf und was dieser erfordern würde.

Das Symposion wird um 9:00 Uhr eröffnet mit Grußworten der Gastgeberinnen und Gastgeber sowie von Ministerpräsident Tobias Hans, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hat. Es folgen Impulsvorträge von weiblichen Führungskräften aus Wissenschaft und Wirtschaft. So konnte mit der Professorin Verena Wolf eine der wenigen Informatikprofessorinnen der Universität des Saarlandes gewonnen werden. Die Germanistin- Professorin Julia Knopf (ebenfalls Saar-Universität) konzipierte und organisierte die Rahmenveranstaltung des nationalen IT-Gipfels 2016. Professorin Jana Köhler übernahm jüngst als Nachfolgerin von Professor Wolfgang Wahlster die wissenschaftliche Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Neue Einsichten sind auch von der Informatik- Professorin Sissi Closs (Hochschule Karlsruhe) zu erwarten, die für ihre innovative Forschung und Unternehmensführung vielfach ausgezeichnet wurde. Gabriele Helmer (Leiterin ADAM Productions) bringt als Vertreterin der Telekom IT GmbH die Perspektive eines multinationalen Konzerns ein.

Während der Veranstaltung werden zudem Zertifikate im Rahmen des Exzellenzprogramms III für Wissenschaftlerinnen der Universität des Saarlandes verliehen. Die Urkunden übergeben Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und Martina Sester, Vizepräsidentin der Universität.

Am frühen Nachmittag diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines World Cafés die Potenziale und Probleme der Digitalisierung in der Wissenschafts- und Arbeitswelt unter der Genderperspektive. Hier gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit den Impulsgeberinnen. So wird unter anderem die Telekom IT mit mehreren Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern einen Thementisch gestalten. Die Gleichstellungsbeauftrage Sybille Jung ist überzeugt: „Wir bieten mit diesem Symposion, das in einer langen Tradition erfolgreicher Veranstaltungen steht, Wissenschaftlerinnen und weiblichen Führungskräften ein Forum für den Austausch untereinander. Aber auch der zukünftige Nachwuchs (zum Beispiel MINT-interessierte Schülerinnen und Studentinnen aller Fakultäten) kann und soll sich in die Diskussion einbringen.“ Mit exklusiv zusammengestellten analogen und digitalen musikalischen Impressionen rundet die Komponistin und Jazz-Sängerin Annika Jonsson das Symposion ab.

Um Anmeldung wird gebeten unter: gender-symposion(at)uni-saarland.de
Während der Veranstaltung von 9:00 bis 17:00 Uhr wird Kinderbetreuung angeboten (bitte bei Anmeldung angeben). Die Aula ist barrierefrei zugänglich.

Weitere Informationen:
Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes
Dr. Sybille Jung
Tel.: 0681 302 4795
Mail: gender-symposion(at)uni-saarland.de


 

Universität wird erneut im Professorinnen-Programm III von Bund und Ländern gefördert

Die Universität des Saarlandes erhält auch in den kommenden Jahren Fördermittel aus dem Professorinnen-Programm von Bund und Ländern. Sie sind als Anschubfinanzierung für bis zu drei Professorinnen gedacht, die auf unbefristete Stellen an die Universität des Saarlandes berufen werden. Die jetzt ausgewählten Hochschulen können über den Förderzeitraum von fünf Jahren jeweils rund 2,5 Millionen Euro aus dem Programm erhalten. Bund und Länder wollen damit die Berufung von Frauen auf Professuren an deutschen Hochschulen vorantreiben. 

Im Jahr 2017 hatte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die dritte, bis 2022 währende Phase des Professorinnen-Programms beschlossen, in der nun die ersten Auswahlentscheidungen getroffen wurden. Die Universität des Saarlandes ist eine von 86 Hochschulen, die diesmal gefördert werden. Schon in den vergangenen Förderperioden wurde die Universität des Saarlandes durch dieses Professorinnen-Programm unterstützt. 

Mehr dazu in der Pressemitteilung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern: https://idw-online.de/de/news705680