gleichstellung & diversity

 

 

 

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz)"

 

Diesem grundgesetzlichen Auftrag sind auch die Hochschulen verpflichtet.

 

Das Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel der verstärkten Sensibilisierung von Studierenden und Beschäftigten für die Themen Gender und Diversity. Darüber hinaus wird die Vernetzung und Koordinierung der Forschung zu Gender- und Diversityaspekten gefördert. Bei veränderten Strukturentscheidungen oder bei Hochschulveränderungen strebt das Gleichstellungsbüro an die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern bei der Umsetzung zu berücksichtigen, dadurch soll ein Teil zur tatsächlichen Gleichstellung von Geschlechtern beigetragen werden.

 

 

 

 


 

Umsetzung im Saarland und an der UdS (Gleichstellungsplan)

 

Im Saarland regelt das Landesgleichstellungsgesetz Öffnet externen Link in neuem FensterLGG zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern die gesetzliche Verankerung der Frauenförderung im öffentlichen Dienst. Zur Umsetzung dieser Ziele hat die Universität des Saarlandes einen Öffnet externen Link in neuem FensterGleichstellungsplan beschlossen, mit dessen mittlerweile 5. Fortschreibung sie aktiv zur Gleichstellung beitragen und die Unterrepräsentanz und strukturelle Benachteiligung von Frauen weiter abbauen will. Zum Gleichstellungsplan wurde vom Gleichstellungsbüros eine Leitet Herunterladen der Datei einHandreichung zu Stellenausschreibungen und Stellenbesetzungsverfahren an der UdS erstellt.

 

Die Gleichstellungsbeauftragte berät und unterstützt die Leitung und die zentralen Gremien der Universität des Saarlandes bei der Umsetzung des staatlichen Gleichstellungsauftrags. Sie erarbeitet in Kooperation mit den zuständigen Stellen und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages Programme zur Förderung von Frauen in allen Bereichen der Hochschule, um langfristig strukturelle Ungleichheiten aufzuheben.

 


 

EU-Richtlinien (Allgemeines Gleichstellungsgesetz)

 

Das 2006 auf der Grundlage einer EU-Richtlinie verabschiedete Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Öffnet externen Link in neuem FensterAGG gibt von Diskriminierung Betroffenen die Möglichkeit, selbst konkret ihr Recht einzufordern, und verpflichtet ArbeitgeberInnen zu präventiven Maßnahmen zum Schutz ihrer/seiner Beschäftigten vor Diskriminierung. Zielgruppe des AGG sind neben Frauen noch weitere diskriminierte Gruppen: das AGG richtet sich gegen Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung ebenso wie aufgrund von Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung.

 


 

Definition Gender Mainstreaming

Die Strategie des Gender Mainstreaming (GM) zielt auf die (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung Beteiligten den Blickwinkel der Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen. GM wird vorwiegend als Top-Down-Strategie eingesetzt und nimmt Rahmenbedingungen und Strukturen in den Blick, die Ungleichheit hervorbringen. GM wirkt langfristig und weniger direkt als Gleichstellungspolitik oder Frauenförderung.

 


 

Definition Diversity Management

Diversity Management (DM) bedeutet, soziale Vielfalt konstruktiv zu nutzen. Aus der  Frauenbewegung und der Bürgerrechtsbewegung der Sechziger in den USA entstand die Idee der positiven Wertschätzung von Vielfalt/Unterschiedlichkeit („diversity“) in politischen Bewegungen, die in den Achtzigern als Diversity Management in neueren Unternehmenskonzepte umgesetzt wurde. Grundsätzlich geht es darum, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und Chancengleichheit für alle zu verbessern. Dies bezieht sich insbesondere auf äußerlich diskriminierende Merkmale wie Geschlecht, Rasse/Ethnie, Alter und Behinderung, aber auch Merkmale wie sexuelle Orientierung, Religion und soziale Schicht müssen in den Blick genommen werden, um Diskriminierungen zu verhindern. Dabei steht aber nicht die Minderheit selbst im Fokus, sondern die Gesamtheit der MitarbeiterInnen/Studierenden/Lehrenden in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Diversity Management ist letztlich auch mehr als reine Antidiskriminierungspolitik, es geht um ein Gesamtkonzept des Umgangs mit personaler Vielfalt in einer Einrichtung /einer Hochschule/einem Unternehmen zum Nutzen aller Beteiligten. In diesem Zusammenhang unterstützt die Gleichstellungsbeauftragte das Programm START Öffnet externen Link in neuem Fenster(www.start-stiftung.de), das begabte Zuwandererkinder fördert.

 

Sowohl Gender Mainstreaming als auch Diversity Management geben wichtige Impulse zur konkreten Gleichstellungsarbeit an Hochschulen.