english version

professorinnenprogramm des bundes und der länder

Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen gezielt zu steigern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern im Jahr 2007 das Professorinnenprogramm (PP I) gestartet. Die Fortführung des erfolgreichen Programms wurde 2012 beschlossen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder stellen zusammen für das Programm 150 Mio. Euro zur Verfügung. Gefördert wird damit die Anschubfinanzierung für fünf Jahre - vornehmlich vorgezogende - Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren. Aber auch die Finanzierung von Berufungen auf eine Regelprofessur ist möglich. Um die Förderung der Stellen zu erhalten, musste die Universität des Saarlandes 2008 ihr zukunftsorientiertes und innovatives Gleichstellungskonzept darlegen.

Berufene Professorinnen Professorinnenprogramm I

Fachtagung des Professorinnenprogramm am 18. und 19. Juni 2012

Die Fachtagung "Exzellenz und Chancengerechtigkeit: Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder" im Juni 2012 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Berliner Congress Centrum (bcc) veranstaltet. Die Tagung fand vor dem Hintergrund der Evaluation des Professorinnen-programms statt. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Forschung wurden die Zielsetzungen und Erfolge des Programms reflektiert.

Beiträge von Hochschulen und geförderten Professorinnen in Fachvorträgen, Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen sowie die Präsentation innovativer gleichstellungsfördernder Maßnahmen haben gezeigt, wie das Professorinnenprogramm wissenschaftliche Exzellenz an deutschen Hochschulen befördert. Die Gleichstellungsbeauftragte der UdS, Frau Dr. Sybille Jung, wurde als Gast zur Prodiumsdisskussion mit dem Thema "Braucht exzellente Wissenschaft das Professorinnenprogramm (noch)?" eingeladen. Um Herausforderungen und Perspektiven des Programms zu erörtern, wurden einerseits Fragen nach den Ursachen des immer noch unzureichenden Anteils von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenfunktionen ausgeleuchtet. Andererseits wurde aber auch nach den Strategien und Visionen der Hochschulen im Wettstreit um Exzellenz gefragt und wie diese geschlechtergerecht ausgestaltet werden können.

Auf der Fachtagung wurde die Ausstellung "Gleichstellungsfördernde Maßnahmen - Best Practice" präsentiert. Die Universität des Saarlandes wurde dabei durch ihr "Coachingprogramm für Nachwuchswissen-schaftlerinnen" als "Best Practice" vorgestellt. Das Progarmm richtet sich an Wissenschaftlerinnen der UdS. Sie können aus einem Pool von wissenschafts- bzw. wirtschaftsnahen, gendersensiblen Coaches beiderlei Geschlechts auswählen und aus dem Programm Förderung für bis zu drei individuelle Termine erhalten. Sie werden damit wirkungsvoll und effizient auf ihrem Karriereweg bei aktuellen Fragestellungen unterstützt.

Die gesamte Ausstellung finden Sie hier.