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LGBTQIA*

„Geschlechtervielfalt ist Realität in der gesamtenHochschule. […] Hochschulen tragen als öffentlich-rechtliche Organisationen die Verantwortung, Bedingungen zu schaffen, die es ihren Angehörigen ermöglichen, möglichst diskriminierungsfrei zu arbeiten und zu studieren. Hierbei sind vorhandenen Abhängigkeitsverhältnisse, z.B. während der Qualifizierungsphase, zu berücksichtigen“[1]

 

Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes und ihr Team unterstützen und beraten alle Beschäftigten und Studierenden zu gleichstellungsrelevanten Fragen und Themen. Dies umfasst jede Form von Benachteiligung und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung. 

Zudem werden Studierende und Beschäftigte durch verschiedene Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen verstärkt für die Themen Gender und Vielfalt sensibilisiert und die Vernetzung und Koordinierung der Forschung zur Dimension Gender und zu Diversitätsaspekten gefördert.

Beratung für Mitglieder der LGBTQIA* - Community

Das Gleichstellungsbüro unterstützt und berät Mitglieder der LGBTQIA* - Community, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ungleich behandelt oder diskriminiert werden. 

Sollten Sie Opfer von Diskriminierung an der Universität des Saarlandes geworden sein, sind wir im persönlichen Gespräch für Sie da. Wir sind Anlaufstelle für Opfer von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und beraten Betroffene und Angehörige zu diesem Thema. Das Thema Vertraulichkeit nehmen wir in diesem Kontext sehr ernst.

Informations- und Unterstützungsangebot im Namensänderungsprozess

Das Transsexuellengesetz (TSG) ermöglicht Trans*Personen, neue Vornamen anzunehmen und den Personenstand von männlich zu weiblich oder von weiblich zu männlich zu ändern. Die antragsstellende Person muss nachweisen, dass sie sich aufgrund einer transsexuellen Prägung seit mehr als drei Jahren und voraussichtlich dauerhaft nicht mit dem Geschlecht auf ihrer Geburtsurkunde identifizieren kann.

Dieser Prozess, der einhergeht mit der ständigen Konfrontation mit dem abgelegten Namen (Deadname[2]), Behördengängen und finanzieller Belastung, ist erfahrungsgemäß langwierig und belastend.

Das Gleichstellungsbüro unterstützt betroffene Personen bei der Umsetzung der Namensänderung an der Hochschule und begleitet sie durch alle Phasen des Änderungsprozesses.

Für eine erfolgreiche Namensänderung im Hochschulkontext sind vorab notwendig: 

 

LGBTQIA* an der UdS

Queer-Referat des AStA

Das Queer-Referat versteht sich als erste Anlaufstelle zur Vernetzung und als Kontaktpunkt zur aktiven Mitgestaltung Studierender.

Mehr dazu hier.

Arbeitskreis Queer

Der Arbeitskreis Queer, der an das Queer-Referat angedockt ist, veranstaltet regelmäßige Treffen zum Ausstausch in der LGBTQIA* Community, wie beispielsweise einen gemeinsamen Buchclub „Queergelesen“ mit der FrauenGenderBibliothek

Mehr dazu hier.

Stabsstelle Chancengleichheit und Diversitätsmanagement 

Die Stabsstelle unterstützt Aktivitäten an der Universität, die sich dem Themenfeld widmen. Mehr Informationen hier.
 

Kommission Queer der bukof als bundesweite Initiative

In der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) arbeiten Gleichstellungsakteur*innen gemeinsam daran „die Struktur und Kultur von Hochschulen in Deutschland geschlechtergerecht [zu] gestalten.“ [4] Durch die Kombination aus verschiedenen Akteur*innen verschiedener Hochschultypen ergibt sich eine Mischung unterschiedlichster Erfahrungen und Expertisen. Die bukof bietet viele informative und nützliche Handlungsempfehlungen, Leitfäden und Handreichungen an, zum Beispiel zu Themen wie „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt“ und Queer.

Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der UdS Dr.in Sybille Jung ist seit 2009 als Mitglied des Vorstands der bukof aktiv, die sich auch dem Thema Geschlechtervielfalt und diversitätssensibler Geschlechterpolitik an Hochschulen verschrieben hat. 

 


[1]bukof Handreichung https://bukof.de/wp-content/uploads/20-05-19-bukof-Handlungsempfehlungen-Geschlechtervielfalt-an-Hochschulen.pdf

[2]„Ein Deadnameist ein abgelegter Vorname, den Betroffene meist bei der Geburt erhalten haben. Die Verwendung des abgeleten Namens durch Dritte wird auch Deadnamingoder deadnamengenannt und kann potenziell alle Menschen betreffen, die einen alten Vornamen abgelegt haben. Gerade für Trans*Menschen, die mittlerweile unter einem anderen (Vor)Namen leben, kann es extrem verletzend sein, wenn sie mit ihrem Deadname angesprochen werden. Teilweise wird der Deadnameunabsichtlich verwendet, häufig aber leider mit der Absicht, das Geschlecht der Trans*Person nicht anzuerkennen. 
vgl. Deadname, Queer-Lexikon, Zugriff am 23.3.2021 

[3]Beantragung bei der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität, Kosten: 19,90 – Bearbeitungszeit 6-8 Wochen

[4]Bukof https://bukof.de/ueber-uns/

 

Schweiz stimmt für Ehe für Alle

Auch in der Schweiz dürfen gleichgeschlechtliche Paare künftig heiraten. Einer ersten Hochrechnung zufolge gab es bei der Volksabstimmung eine klare Mehrheit für die Neuregelung.

Auch die Schweiz erlaubt nun die Ehe für alle. Nach einer ersten Hochrechnung des Umfrageinstituts gfs.bern eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale stimmten 64 Prozent für die Ehe für alle. Bei einer Fehlermarge von drei Prozent war klar, dass sich das Ergebnis nicht mehr entscheidend ändern kann. Wann die Gesetzesänderung in Kraft tritt, muss die Regierung noch festlegen.

Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/schweiz-stimmt-fuer-ehe-fuer-alle-a-40513269-1908-4997-b045-aeae11af022f

Bi-Visibility-Tag

Seit mehr als 20 Jahren wird am 23. September die Sichtbarkeit von Bi-Sexualität gefeiert.

Am Bisexual Visibility Day finden mittlerweile in vielen Teilen der Welt Aktionen, Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen von bisexuellen Gruppen statt. 2018 gibt es um den 23. September weltweit entsprechende Veranstaltungen, beispielsweise in Australien, Bolivien, China, Guatemala, Irland, Kirgisistan, Polen, Singapur, Südafrika, Taiwan, der Türkei und in den USA. Dabei geht es noch immer oft um nicht viel mehr, als deutlich zu machen: Bisexualität existiert! Bisexuellenfeindlichkeit existiert!

Gerade für junge Bisexuelle kann diese Biphobie massive Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden haben. Studien haben immer wieder gezeigt, dass sich Bisexuelle deutlich seltener in der Familie, in der Schule und am Arbeitsplatz outen als Schwule und Lesben. Dass Bisexuellenfeindlichkeit zu hohem Maße zu Depressionen, Angststörungen und Suizidalität führt. Und dass häufig eine realistische Darstellung in den Medien ebenso fehlt wie Vorbilder für Jugendliche und unterstützende Subkulturen. Das Thema ist ernst – und sollte nicht nur am 23. September auf die Tagesordnung.

Quelle: https://taz.de/Bisexual-Visibility-Day/!5537473/

Video-Mitschnitt des Vortrages von Dr. Kirsten Plötz: “War das was? Unterdrückung lesbischer Liebe”

Der Mitschnitt des Vortrages von Dr. Kirsten Plötz “War da was? Diskriminierungserfahrungen gleichgeschlechtlich liebender Frauen in der BRD”, den die FrauenGenderBibliothek Saar in Zusammenarbeit mit dem Lesben und Schwulenverbandes des Saarlandes (LSVD Saar) im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Gegenwind” am 15. Juli 2021 als Hybridveranstaltung realisierte, steht hier zum Nachhören zur Verfügung: 

https://youtu.be/VpDZk3555Y4

Mehr Infos:  https://frauengenderbibliothek-saar.de/blog/vortrag-dr-kirsten-ploetz-war-da-was-unterdrueckung-lesbischer-liebe/

LSVD Saar: https://saar.lsvd.de

Stonewall-Riots & Pride

Das „Stonewall-Inn“ war eine Bar für Mitglieder der LGBTQIA+ -Community in den 60er Jahren in New York.

Da unter dem „Sodomie Gesetz“ in vielen Bundestaaten der USA Homosexuelle verfolgt und bestraft wurden, waren diese Bars Zuflucht für viele Betroffene und eine Möglichkeit Gemeinschaft zu bilden.

Schwulen- und Lesbenbars bekamen zu dieser Zeit nur selten die Erlaubnis zum Alkoholausschank und waren somit ein lukratives Geschäft für Mafiafamilien, die diese Bars und Clubs als „Privatclubs“ ohne Lizenz betrieben. Dies führte dazu, dass regelmäßige Razzien durchgeführt wurden, bei denen es immer wieder zu Ausschreitungen kam.

So kam es in der Nacht zum 28. Juni 1969 zu einer Razzia im Stonewall-Inn, in der Christopher-Street, New York City zu einer weiteren Razzia, bei der sich allerdings die Besucher*innen der Kontrolle widersetzten.

Dieser Widerstand führte dann zu einem Aufstand bei dem die Besucher*innen auf die Straße gingen und sich gegen die Gewalt und Diskriminierung der Community aussprachen. 

Diese Auseinandersetzung führte dazu, dass sich viele Menschen in den Tagen danach mit den betroffenen Personen solidarisierten und gegen die Unterdrückung der LGBTQIA+ - Community demonstrierten.

Am 28. Juni 1970 gab es zum ersten Mal den „Christopher Street Liberation Day“ in New York, eine Parade der Bewegung die an die Ereignisse ein Jahr zuvor erinnern sollten und bei der sich ca. 4000 Menschen anschlossen.

Die Stonewall-Riots und die daraus resultierende Parade sind Grund dafür warum wir heute Pride-Paraden haben und der Monat Juni als „Pride-Monat“ gilt.

In Deutschland wurde der erste „Christopher Street Day“ zum Zehnten Jahrestag der Stonewall-Riots in Berlin gefeiert.

Quelle: www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/292948/stonewall-unruhen-28-06-2019